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Kehldeckelentzündung (Epiglottitis)

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Montag, den 06. Oktober 2008 um 14:13 Uhr
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Kehldeckelentzündung (Epiglottitis)
Das Wichtigste aus der Medizin
Das macht der Arzt
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Die Epiglottitis (= Kehldeckelentzündung) war früher recht häufig, heute ist sie jedoch dank der HiB-Impfung weitgehend zurückgedrängt.

Von der lebensbedrohlichen Krankheit sind vor allem Kinder zwischen ein und fünf Jahren betroffen.

Leitbeschwerden

  • Hohes Fieber
  • Schlechtes (»toxisches«) Allgemeinbefinden
  • Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Nahrungsverweigerung
  • Starker Speichelfluss
  • Kloßige Sprache (»Heiße-Kartoffel-Sprache«) mit Schmerzen beim Sprechen bis hin zur Unfähigkeit zu sprechen, meist keine Heiserkeit
  • Atemnot mit Pfeifen, »Karcheln« und Röcheln

Wann zum Arzt

Sofort den Notarzt rufen, wenn

  • Ihr Kind Atemnot und hohes Fieber hat.

Das Wichtigste aus der Medizin

Woher kommt die Epiglottitis?

Hervorgerufen wird die Epiglottitis durch eine bakteriell verursachte Entzündung des Kehlkopfes.

Die Bakterien führen zu einer Entzündung und so massiven Schwellung des Kehldeckels, dass dieser die Atemwege völlig verlegen und das Kind ersticken kann.

Haupterreger der Epiglottis waren Haemophilus-Bakterien vom Typ B(= HiB). Die hierdurch verursachte Epiglottitis ist seit Aufnahme der HiB-Impfung in den Katalog der empfohlenen Impfungen erheblich zurückgegangen und wird heute kaum noch beobachtet. Ganz selten einmal führen andere Bakterien zu einer Epiglottitis.


Das macht der Arzt

 

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Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 12:18 Uhr )