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Allergischer Schnupfen (Rhinitis allergica) und Heuschnupfen - Das Wichtigste aus der Medizin

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne SchÀffler
Montag, den 06. Oktober 2008 um 14:29 Uhr
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Allergischer Schnupfen (Rhinitis allergica) und Heuschnupfen
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Das Wichtigste aus der Medizin

Was sind allergischer Schnupfen und Heuschnupfen?

Bei allergischem Schnupfen und seiner Sonderform Heuschnupfen handelt es sich um Allergien vom Typ I (GrundsĂ€tzliches zu Immunsystem und Allergien), die sich an den SchleimhĂ€uten von Nase und Augen zeigen: Kurz nach dem Einatmen der Allergene fĂ€ngt die Nase an zu jucken und zu »laufen«, das Kind beginnt zu niesen, und oft brennen auch die Augen als Zeichen einer allergischen BindehautentzĂŒndung (= allergische Konjunktivitis).

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Gerade FrĂŒhblĂŒher können bei entsprechender Veranlagung einen Heuschnupfen auslösen. Ganz junge Kinder haben allerdings noch keine Probleme: Es braucht mindestens drei FrĂŒhlinge, um das Immunsystem empfĂ€nglich zu machen (zu sensibilisieren, wie der Mediziner sagt).
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Recht leicht als allergischer Schnupfen zu erkennen ist dabei der Heuschnupfen: Er wird durch Pollenflug blĂŒhender GrĂ€ser, Blumen, Getreide oder GewĂŒrze verursacht. Entsprechend treten die Beschwerden auch nur dann auf, wenn die Pollen fliegen, gegen die das Kind allergisch ist – »Saison« fĂŒr den Heuschnupfen ist also im FrĂŒhjahr und Sommer. Am stĂ€rksten sind die Beschwerden an der frischen Luft oder in gerade gelĂŒfteten RĂ€umen, bei Regenwetter ist das Kind beschwerdefrei.

Schwieriger zu erkennen und daher lange Zeit als »DauererkĂ€ltung« fehlgedeutet werden die anderen Formen des allergischen Schnupfens. HĂ€ufige Allergene bei Kindern sind hier Tierhaare (an ihnen haften die eigentlichen Allergieauslöser, nĂ€mlich Eiweiße aus dem Speichel des Tiers) und verschiedene Milben (allen voran Hausstaubmilben), seltener auch Nahrungsmittel. Das Kind hat »immer Schnupfen« und eine behinderte Nasenatmung und neigt zu Infekten. Mittelohr- und NasennebenhöhlenentzĂŒndungen treten gehĂ€uft auf, da die SchleimhĂ€ute angeschwollen sind und dadurch die BelĂŒftung von Mittelohr und Nase gestört ist. Niesen und Nasenjucken sind hingegen seltener als beim Heuschnupfen.

Nicht selten haben die Kinder noch weitere allergische Erkrankungen, etwa eine Neurodermitis. Möglicherweise verschwindet auch der Heuschnupfen nach ein paar Jahren, um von einem Asthma bronchiale abgelöst zu werden (sog. Etagenwechsel).



Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 12:20 Uhr )