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Verstopfter Tränenkanal

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Mittwoch, den 08. Oktober 2008 um 08:23 Uhr
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Verstopfter Tränenkanal
Das Wichtigste aus der Medizin
Das macht der Arzt
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Ein verstopfter Tränenkanal ist ein sehr häufiges Problem bei Neugeborenen und Säuglingen – fast ein Drittel ist betroffen. Nur selten ist aber eine Behandlung erforderlich, häufig öffnet sich der Tränenkanal in den ersten Lebensmonaten von alleine.

Leitbeschwerden

  • Ständig tränendes Auge
  • Bei Entzündung Eiterbildung, dadurch vor allem nach dem Aufwachen gelbe Krusten an den Lidrändern, insbesondere am inneren Augenwinkel

Wann zum Arzt

Bei Gelegenheit, wenn

  • Ihr Baby ständig Tränen in einem Auge stehen hat, vor allem nach dem Neugeborenenalter.

In den nächsten Tagen, wenn

  • Ihr Baby öfter verklebte Augen hat.

Heute noch, wenn

  • Ein Auge Ihres Babys sichtlich entzündet (gerötet, geschwollen) ist oder Sie den Eindruck haben, dass Ihrem Baby ein Auge wehtut.

Das Wichtigste aus der Medizin

Wie laufen die Tränen normalerweise ab?

Haben Sie sich schon einmal überlegt, warum man sich beim Weinen die Nase putzen muss? Die seitlich oberhalb des Augapfels gelegene Tränendrüse produziert ständig Tränen, die vom äußeren Augenwinkel ins Auge fließen, wo sie kleine Fremdkörper von der Bindehaut spülen und die Hornhaut feucht halten.

Die Tränenflüssigkeit sammelt sich dann am inneren Augenwinkel, wo sie über zwei ganz kleine Öffnungen, die Tränenpünktchen, abgeleitet wird, und zwar in den zur Nase ziehenden Tränennasengang.

Häufig: Membran als Hindernis

Bei fast einem Drittel aller Neugeborenen ist die Einmündung des Tränennasengangs in die Nase von einer dünnen Membran verlegt. Infolgedessen können die Tränen nicht richtig abfließen und stauen sich zurück bis auf die Bindehaut – das Baby hat ständig eine Träne im Auge stehen.

Der Tränenstau begünstigt das Wachstum von Bakterien, die in der Folge zu einer eitrigen Entzündung führen können. »Verklebte« Augen und gelbe Krusten an den Lidrändern sind Anzeichen einer solchen Entzündung.


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Aktualisiert ( Montag, den 09. Februar 2015 um 13:46 Uhr )