Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 09:52 Uhr
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Häufigkeit:

Nach der Erkältung ist der akute Durchfall (d. h. plötzlich einsetzende Durchfall) das zweithäufigste Beschwerdebild des Kindes und fast immer genauso gutartig: Meistens ist der Durchfall durch eine harmlose Magen-Darm-Infektion (= infektiöse Gastroenteritis, Magen-Darm-Grippe) bedingt und hört innerhalb von 2–4 Tagen von selbst auf.
Nur selten wird Durchfall dem Kind gefährlich, dann nämlich, wenn der Körper durch den Flüssigkeits- und Salzverlust austrocknet. Aufgrund ihres labileren Flüssigkeitshaushaltes sind Säuglinge dabei stärker gefährdet als ältere Kinder.
Leitbeschwerden
- Viele Stuhlgänge mit dünnflüssigen, oft voluminösen und übel riechenden Stühlen
- Leichte bis mäßige Bauchschmerzen
- Möglicherweise Übelkeit und Erbrechen
- Möglicherweise Fieber
Wann zum Arzt
Am nächsten Tag, wenn
- Der Durchfall länger als drei Tage dauert.
Noch heute, wenn
- Ihr Kind mit Durchfall unter sechs Monate alt ist.
- Das Kind über 39 °C Fieber hat.
- Die Haut des Kindes gelb oder sehr blass ist oder es einen Hautausschlag hat (nicht nur am Po).
- Sie – z. B. aufgrund von Miterkrankungen in der Familie – eine Lebensmittelvergiftung vermuten.
- Die Erkrankung nach einer Fernreise auftritt.
Sofort, wenn
- Der Durchfall blutig ist.
- Das Kind heftige Bauchschmerzen hat oder Bauchschmerzen, die um den Nabel herum angefangen haben und dann in den rechten Unterbauch gewandert sind (dies deutet auf eine Blinddarmentzündung hin).
- Das Allgemeinbefinden des Kindes sich verschlechtert, es z. B. teilnahmslos wird.
- Zeichen der Austrocknung vorliegen (siehe unten).
Aktualisiert ( Mittwoch, den 12. August 2009 um 08:42 Uhr )