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Darmeinstülpung (Invagination)

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 10:03 Uhr
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Darmeinstülpung (Invagination)
Das Wichtigste aus der Medizin
Das macht der Arzt
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Bei der Darmeinstülpung(= Invagination) stülpt sich ein Darmabschnitt teleskopartig in einen anderen ein, wobei der eingestülpte Abschnitt oft unter Durchblutungsmangel leidet, d. h. abgeklemmt wird. Am häufigsten stülpt sich das Dünndarmende in den Blinddarm und den aufsteigenden Teil des Dickdarms (Abbildung von Organen des Verdauungsapparates).

Die Darmeinstülpung ist eine typische Erkrankung des Babys und Kleinkinds – schätzungsweise 80 % aller Darmeinstülpungen betreffen Babys im zweiten Lebenshalbjahr. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen.

Leitbeschwerden

  • Plötzlich einsetzende, kolikartige Bauchschmerzen, die sich beim Säugling durch anhaltendes Schreien und Weinen äußern. Oft zieht das Kind die Beinchen an, um den Schmerz zu lindern. Möglicherweise Erbrechen
  • Danach möglicherweise beschwerdefreie Phase von wenigen Stunden
  • Später abermals Erbrechen, Blässe bei gleichzeitigem Schweißausbruch, Unruhe und Angst, die dann in Teilnahmslosigkeit und Verfall übergehen
  • Noch später blutig-schleimige Stühle

Wann zum Arzt

Noch heute, wenn

  • Ihr Baby über Stunden schreit, ohne dass Sie einen Grund dafür finden können.

Sofort, wenn

  • Ihr Baby Ihnen »nicht geheuer« oder »komisch« erscheint und Sie Blut in der Windel finden.

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Das Wichtigste aus der Medizin

Wie kommt es zur Darmeinstülpung?

Darmeinstülpungen treten meist ohne erkennbare Ursache auf. In seltenen Fällen kann als Ursache eine Darmentzündung, Darmpolypen(gutartige Geschwülste, die in den Darm hineinwachsen) oder ein Meckel-Divertikel (eine sackartige Ausstülpung der Darmwand nach außen im Bereich des Dünndarms) nachgewiesen werden.

Rasches Handeln nötig

Bei einer Darmeinstülpung ist rasches Handeln nötig: Zum einen ist die Durchblutung des eingeklemmten Darmabschnitts gestört, so dass der betroffene Darmanteil abstirbt, wenn er nicht rechtzeitig wieder befreit wird. Zum anderen kann auch der Nahrungsbrei nicht mehr ungehindert den Darm passieren – ein Darmverschluss bildet sich aus.


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Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 12:56 Uhr )