Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 09:57 Uhr
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Häufigkeit:
Von Nabelkoliken spricht man bei wiederkehrenden Bauchschmerzen in der Nabelgegend ohne fassbare Ursache. Hauptsächlich betroffen sind Kinder im späten Kindergarten- und Grundschulalter, Mädchen häufiger als Jungen.
Leitbeschwerden
- Wiederholte, plötzlich auftretende, oft heftige Bauchschmerzen in der Nabelgegend, oft nur Minuten bis eine Stunde dauernd. Zwischen den Bauchschmerzanfällen ist das Kind gesund und beschwerdefrei
- Häufig Begleiterscheinungen wie Blässe, Schweißausbruch, Kopfschmerzen
- Gleichzeitige Verstopfung oder ausgeprägter Durchfall sprechen eher für andere Ursachen, etwa eine chronische Verstopfung oder eine Magen-Darm-Infektion
- Nächtliche Bauchschmerzen (also ein schmerzbedingtes Aufwachen aus dem Schlaf) schließen eine Nabelkolik aus, sie haben andere Ursachen
Wann zum Arzt
In den nächsten Tagen, wenn
- Ihr Kind in letzter Zeit mehrfach oben dargestellte Beschwerden hatte.
Noch heute, wenn
- Bauchschmerzen nicht weggehen.
- Ihr Kind mehrfach erbricht.
Sofort, wenn
- Bauchschmerzen, die in der Nabelgegend angefangen haben, in den rechten Unterbauch gewandert sind (dann besteht Verdacht auf eine Blinddarmentzündung.
- Der Bauch Ihres Kindes zunehmend hart wird.
- Ihr Kind mit Bauchschmerzen »verfällt«.
Aktualisiert ( Mittwoch, den 15. April 2009 um 09:25 Uhr )