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Kleine, immer gleiche Muskelzuckungen an Kopf oder Gesicht (z. B. Zwinkern, Grimassieren)
- Erhaltenes Bewusstsein
- Meist bei Aufregung zunehmend
- Können vom Kind eine Zeit lang willkürlich unterdrückt werden
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Tic |
Tics sind bei Kindern sehr häufig und meist vorübergehend. Fühlt sich das Kind insgesamt wohl und zeigt es keine weiteren Krankheitszeichen (z. B. Aufmerksamkeitsstörungen), kann man ruhig zuwarten. Das Kind nicht ständig darauf ansprechen oder tadeln – das verfestigt den Tic nur |
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Krämpfe einzelner Muskeln oder Muskelgruppen
- Während oder nach längerem Sport oder anderer Anstrengung
- Schmerzhaft, bestimmte Positionen bringen Erleichterung
- In der Regel einseitig
- Erhaltenes Bewusstsein
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Überanstrengung. Typische Beispiele: Waden-, Oberschenkelkrampf |
Sport oder andere zugrunde liegende Bewegung stoppen, Muskel dehnen und massieren. Meist harmlos, bei häufigem Auftreten vom Kinderarzt abklären lassen, ob z. B. ein veränderter Mineralstoffgehalt des Blutes vorliegt |
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Zuckungen einzelner Muskeln oder Muskelgruppen
- Kurz nach dem Einschlafen
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Normale Erscheinung |
Keine Maßnahmen nötig |
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Krämpfe/Zuckungen einzelner Muskeln oder Muskelgruppen
- Die das Kind nicht unterdrücken kann
- Bei denen das Kind »abwesend« wirkt
- Bei denen das Kind stürzt
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Bestimmte Formen der Epilepsie (z. B. Absence) |
Baldmöglichst zum Kinderarzt gehen, eine genaue Diagnose ist nur durch weitere Untersuchungen (z. B. EEG) möglich. Bei Krämpfen oder Zuckungen mit Stürzen wegen der Verletzungsgefahr bei erneutem Auftreten am gleichen Tag Arzt aufsuchen |
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Beidseits Krämpfe der Hände
- Meist ältere Kinder
- Möglicherweise nach Aufregung
- Atemnot (Angst),dabei sehr schnelles und tiefes Atmen
- (Zunächst) erhaltenes Bewusstsein
- Kribbelgefühl vor allem um den Mund und an den Händen
- Pfötchenartige Handhaltung
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Hyperventilationstetanie infolge übersteigerter Atmung (→ kurzzeitige Veränderung der Mineralstoffe im Blut →, Taubheits-, Kribbelgefühle, Krämpfe) |
Kind beruhigen und zu langsamem, oberflächlichem Atmen auffordern. Hilft dies nicht, eine kleine Plastiktüte so vor Mund und Nase des Kindes halten, dass es in diese ein- und ausatmet. Durch das Rückatmen der »verbrauchten« Luft wird die Veränderung der Mineralstoffe im Blut rückgängig gemacht und das Befinden normalisiert sich wieder |
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Krampf des Kiefers und Gesichts
- Besonders Mundöffnung und Schlucken erschwert bis unmöglich
- Vorher meist grippeähnliche Beschwerden (Müdigkeit, Kopfschmerzen, Frösteln)
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Wundstarrkrampf (= Tetanus).
Nur bei unvollständiger Tetanus-(Wundstarrkrampf-)Impfung. Extrem selten |
Notarzt rufen (lassen) |
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Beidseits leichte Muskelzuckungen
- Vorher Schwindel, Schwarzwerden vor den Augen, langsames Zusammensacken
- Kind (kurzzeitig) nicht ansprechbar
- Blasse Haut
- Meist nach längerem Stehen (vor allem in warmer Umgebung)
- Bei kleineren Kindern oft nach Schmerzen, bei Zorn oder Frustration (→ Atemanhalten → Blau-Werden → Ohnmacht)
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Ohnmacht, Affektkrampf |
Kind hinlegen, Beine hochlagern
- Meist erwacht das Kind nach wenigen Sekunden wieder. Dann ein paar Minuten warten, bis es sich wieder völlig wohl fühlt, und langsam aufrichten. Ein Notarzt ist nicht nötig, Sie sollten jedoch bei gehäuftem Auftreten den Kinderarzt ansprechen, da z. B. eine Blutarmut dahinter stecken kann
- Erwacht das Kind nicht, Notarzt rufen, hat es sich verletzt oder anhaltende Beschwerden, sofort zum Kinderarzt gehen
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Beidseits Krämpfe
- Bei zuckerkrankem Kind
- Kind nicht ansprechbar
- Warm-feuchte Haut (wie geschwitzt)
- Vorher möglicherweise Zittrigkeit, Heißhunger
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Unterzuckerungsschock |
Notarzt rufen (lassen). Atemwege frei machen und Kind in stabile Seitenlage bringen. Falls vorhanden, Glukagon spritzen (Notfallset). Dem Kind nichts zu trinken einflößen, eine spezielle Zuckerpaste kann aber unter die Zunge gegeben werden |
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Beidseits Krämpf
- Nach Schädelverletzung oder Gehirnerschütterung
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Verletzungsbedingte Krampfanfälle |
Notarzt rufen (lassen).
Atemwege frei machen, Kind in stabile Seitenlage bringen |
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Beidseits Krämpfe
- Kind nicht ansprechbar
- Meist Kleinkinder
- Möglicherweise vorher Übelkeit, Erbrechen
- Hinweise auf eine Vergiftung (z. B. Fehlen von Tabletten, offener Putzmittelschrank)
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Vergiftung |
Notarzt rufen (lassen). Bis zum Eintreffen Vorgehen wie bei großem Krampfanfall (siehe unten). Kind nicht zum Erbrechen bringen! Falls möglich, nach Hinweisen auf die ursächliche Substanz suchen |
| Beidseits Krämpfe |
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Notarzt rufen (lassen). |
- Kind nicht ansprechbar
- Plötzlicher Sturz zu Boden. Dann möglicherweise Steifwerden für 10–20 Sek., gefolgt von heftigen, beidseitigen Zuckungen von Armen, Beinen und Kopf über 1–10 Min.
- Möglicherweise bläuliche Haut, Schaum vor dem Mund oder Urinabgang
- Meist hört der Krampf nach ein paar Minuten von selbst auf und das Kind schläft
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Großer Krampfanfall (= Grand-mal-Anfall) |
Kind zum Schutz vor Verletzungen von scharfen Gegenständen sowie Treppe o. Ä. wegziehen. Keinen Gummikeil oder andere Gegenstände in den Mund schieben, keine Medikamente einflößen, Gliedmaßen nicht festhalten. Wenn der Krampf aufgehört hat und das Kind schläft, Kind in die stabile Seitenlage bringen. |
| Weitere Kennzeichen: |
z. B. bei: |
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- Ohne erkennbaren Auslöser
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Ein großer Krampfanfall kann eine Vielzahl von Ursachen haben – von harmlos bis ernst. Daher muss bei erstmaligem Auftreten immer und unverzüglich eine ärztliche Abklärung erfolgen |
- Bei Fieberanstieg, Kind ½–5 Jahre alt
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- Im Rahmen einer (hoch fieberhaften) Infektion, vorher möglicherweise Nackensteife aufgefallen
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- Hinweise auf eine Vergiftung (z. B. Fehlen von Tabletten, leere Flaschen, offener Putzmittelschrank)
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- Kopfschmerzen, Verhaltensänderung (z. B. Reizbarkeit), Übelkeit, Erbrechen
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| Krämpfe jeglicher Art (auch plötzliche »Abwesenheit«) |
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- Nach einem Unfall mit Kopfbeteiligung
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- Gehirnverletzung/-blutung
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- Bei ausgetrocknetem Kind (z. B. schwerer Durchfall)
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- Krämpfe durch Entgleisung des Salzhaushalts
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- Bei zuckerkrankem, mit Insulin behandeltem Kind
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- Notarzt rufen (lassen). Falls vorhanden, Glukagon spritzen. Kind nichts zu trinken einflößen (außer spezieller Zuckerpaste für unter die Zunge). Kind in stabile Seitenlage bringen
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