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Herzschwäche (Herzinsuffizienz)

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Dienstag, den 07. Oktober 2008 um 08:57 Uhr
Häufigkeit: Häufigkeit 2 von 5: Eher selten

Bei einer Herzschwäche(= Herzinsuffizienz) ist die Pumpkraft des Herzens zu gering, um eine ausreichende Durchblutung aller Organe sicherzustellen. Am häufigsten zeigt sich eine Herzschwäche erstmalig im Babyalter.

Leitbeschwerden

  • Verminderte körperliche Belastbarkeit
  • Luftnot, Husten (vor allem bei körperlicher Belastung)
  • Schneller Herzschlag
  • Bläuliche Haut, kalte Finger
  • Wassereinlagerungen (Ödeme), z. B. in den Beinen, an Hand- und Fußrücken, dann rasche Gewichtszunahme innerhalb weniger Tage
  • Bei Babys: Trinkschwäche, schwaches Schreien, schlechtes Gedeihen

Eine Herzschwäche ist keine eigenständige Erkrankung, sondern die Folge einer anderen Erkrankung, etwa eines Herzfehlers oder einer entzündlichen Herzerkrankung.

Entsprechend versucht der Arzt immer, die Ursache der Herzschwäche herauszufinden und zu beseitigen. Gleichzeitig verordnet er Medikamente, welche die Herzkraft stärken und/oder dem Herzen seine Arbeit erleichtern. Eine Herzschwäche kann innerhalb von Stunden bis Tagen bedrohliche Formen annehmen, weshalb Sie Ihr Kind in Zweifelsfällen unverzüglich dem Arzt vorstellen sollten. Auch eine eventuelle naturheilkundliche Behandlung sollte immer mit dem Arzt abgestimmt werden.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 29. Februar 2012 um 12:00 Uhr )

© Herbert Renz-Polster et. al.: Gesundheit für Kinder, 2. Auflage 2006, Kösel Verlag München