Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Montag, den 06. Oktober 2008 um 10:41 Uhr
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Häufigkeit:
Ziegenpeter, Wochentölpel und Bauernwetzel – der Mumps (= Parotitis epidemica) ist nach wie vor unter vielen Namen bekannt. Die Erkrankung selbst kennen die meisten Eltern aber nicht mehr, denn seit Einführung der Mumpsimpfung ist die Erkrankungshäufigkeit in Deutschland drastisch zurückgegangen.
Leitbeschwerden
- Zuerst einseitige, schmerzhafte Schwellung meist einer Ohrspeicheldrüse
- Schmerzen »in der Backe«, die in die Umgebung (Ohr, Hals) ausstrahlen und beim Öffnen des Mundes, Kauen oder Schlucken stärker werden
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Meist nur leichtes Fieber
- Nach wenigen Tagen Übergreifen der Schwellung auch auf die andere Seite
Inkubationszeit 14–24 Tage
Ansteckend von sieben
Wann zum Arzt
Am nächsten Tag, wenn
- Sie bei Ihrem Kind die für Mumps typische Schwellung der Ohrspeicheldrüse sehen.
Heute noch, wenn
- Die Ohrenschmerzen ganz im Vordergrund stehen oder ein Ohr »läuft«.
Sofort, wenn
- Das Kind Bauchschmerzen, möglicherweise mit Übelkeit und Erbrechen, bekommt (Hinweis auf eine begleitende Bauchspeicheldrüsenentzündung).
- Ihr Kind starke Kopfschmerzen oder einen steifen Nacken bekommt, sehr licht- und geräuschempfindlich ist oder zunehmend teilnahmslos wird.
- Ihr Sohn nach der Pubertät Hodenschmerzen bekommt.
Aktualisiert ( Mittwoch, den 08. April 2009 um 10:33 Uhr )