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Dreitagefieber (Exanthema subitum)
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Das Wichtigste aus der Medizin

Ausschlag bei einem Baby mit Dreitagefieber
Ausschlagausbreitung bei Dreitagefieber
Dreitagefieber können auch schon junge Säuglinge bekommen wie dieses wenige Monate alte Baby (links). Der Ausschlag ist bei vielen Kindern allerdings so zart, dass er gar nicht bemerkt wird (in der Schemazeichnung rechts sind die Flecken zur Verdeutlichung der typischen Ausbreitung stark hervorgehoben). Wenn die feinen kleinen Flecken erscheinen, ist beim Dreitagefieber das Schlimmste überstanden – so auch bei dem Kind auf dem Foto, das kaum mehr krank wirkt.
[li: TEP; re: AMR]

Erst seit wenigen Jahren ist bekannt, dass das Dreitagefieber durch ein Virus der Herpesgruppe (humanes Herpes-Virus Typ 6) hervorgerufen wird. Die Inkubationszeit beträgt meist 1–2 Wochen. Das Dreitagefieber hinterlässt lebenslange Immunität.

Warum ist das Dreitagefieber so verwirrend?

Das für Eltern wie Arzt Schwierige (aber auch Charakteristische) am Dreitagefieber ist, dass es keinerlei Hinweise gibt, woher denn das Fieber kommen kann: Das Kind bekommt innerhalb weniger Stunden hohes Fieber – und sonst (fast) nichts. Die Kinder machen dabei keinen besonders kranken Eindruck, vor allem die ganz Kleinen sind aber müde. Und so bleibt es ungefähr drei Tage lang. Dann verschwindet das Fieber genau so schnell, wie es gekommen ist, und der gleichzeitig auftretende Hautausschlag gibt Gewissheit, dass es nichts Ernstes war. Gleichzeitig markiert er das Ende der Ansteckungsfähigkeit. Allerdings muss man genau aufpassen, denn die kleinen roten Fleckchen sind manchmal nur an Bauch und Rücken zu sehen und nicht selten nach Stunden schon wieder weg.

Hauptgefahr: Fieberkrämpfe

Das Dreitagefieber ist für viele Kinder die erste hochfieberhafte Erkrankung, und entsprechend veranlagte Kinder bekommen dann den ersten Fieberkrampf. Abgesehen davon ist das Dreitagefieber praktisch immer harmlos.