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Kinderlähmung (Polio)
Das Wichtigste aus der Medizin
Das macht der Arzt
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Das Wichtigste aus der Medizin

Die für die Kinderlähmung verantwortlichen Poliomyelitis-Viren siedeln in Rachen und im Magen-Darm-Trakt und werden entsprechend durch Husten, Niesen oder mit dem Stuhl ausgeschieden.

Da es drei verschiedene Virustypen gibt und man nach durchgemachter Erkrankung nur gegen den jeweiligen Typ immun ist, kann man die Kinderlähmung bis zu dreimal bekommen!

Welche Verläufe gibt es bei der Kinderlähmung?

Am allerhäufigsten setzt sich der Körper mit dem Erreger auseinander, ohne dass der Betroffene überhaupt etwas merkt. Ungefähr 5 % bekommen Beschwerden, die denen einer Grippe ähneln. Nur ungefähr 1 % entwickelt eine Hirnhautentzündung oder Lähmungen, die durch direkte Schädigung der Nervenzellen bedingt sind. Je älter das Kind ist, desto höher ist das Risiko schwerer Verläufe. Die Lähmungen bilden sich zwar oftmals wieder zurück, Dauerschäden sind aber häufig.

Spätfolge: Post-Polio-Syndrom

Mit der akuten Erkrankung ist nicht immer alles überstanden. Ungefähr ein Drittel bis die Hälfte der Erkrankten bekommt Jahrzehnte später wieder Muskelschmerzen und -lähmungen, die durch »Überforderung« der übrig gebliebenen Nervenzellen erklärt und als Post-Polio-Syndrom bezeichnet werden.