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Herpangina und Hand-Mund-Fuß-Krankheit
Das Wichtigste aus der Medizin
Das macht der Arzt
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Die Herpangina (= vesikuläre Pharyngitis) und die Hand-Mund-Fuß-Krankheit sind Verwandte:

Beide werden durch Coxsackie-A-Viren hervorgerufen, bei beiden werden insbesondere im Sommer und Frühherbst immer wieder Epidemien vor allem unter Kindergartenkindern beobachtet und beide sind meist harmlos.

Leitbeschwerden

Herpangina

Befallstellen bei Herpangina
Diese Stellen werden bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit bevorzugt befallen.
[AMR]
  • Plötzlicher Beginn mit hohem Fieber, beeinträchtigtes Allgemeinbefinden
  • Hals- und Kopfschmerzen, Schluckbeschwerden
  • Rachen fühlt sich an »wie Samt«. Vor allem im hinteren Gaumenbereich Bläschen, die zu kleinen Geschwüren aufplatzen
  • Eventuell uncharakteristische Bauchbeschwerden bis hin zum Erbrechen, aber keine gleichzeitigen Erkältungszeichen, etwa eine laufende Nase oder Husten

Hand-Mund-Fuß-Krankheit

  • Leichtes Fieber
  • Hautausschlag im Mund-Lippen-Bereich, an den Handflächen und Fußsohlen, der dann übergeht in 1–3 mm große Bläschen mit einem schmalen roten Rand
  • Gleichzeitig Bläschen an der Mundschleimhaut
  • Eventuell uncharakteristische Bauchbeschwerden, Erbrechen

Inkubationszeit 6 Tage – 2 Wochen

Ansteckend wenige Tage vor Beginn bis zur Abheilung der Bläschen

Wann zum Arzt

Am nächsten Tag, wenn

  • Sie die oben genannten Beschwerden bei Ihrem Kind beobachten (um andere Erkrankungen ausschließen zu lassen).

Heute noch, wenn

  • Sie gelbe Eiterbeläge auf den Mandeln sehen.

Sofort, wenn

  • Ihr Kind Krämpfe oder einen steifen Nacken bekommt oder verwirrt oder teilnahmslos wird.

Das Wichtigste aus der Medizin

Herpangina Bläschen im Rachen
Wegweisend bei der Herpangina sind die Bläschen hinten im Rachen, die nach Platzen zu kleinen Geschwüren werden und beim Essen und Trinken schmerzen.
[TEP]

Zwei Erkrankungen durch ein Virus – was können Coxsackie-Viren noch?

Coxsackie-Viren der Gruppe A werden durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen, dringen meist im Rachenbereich in den Körper ein und vermehren sich vor allem dort und im Magen-Darm-Trakt. Und an diesen Stellen führen sie auch hauptsächlich zu Beschwerden: Fieber, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Rachenbläschen und meist uncharakteristische Bauchbeschwerden. Je nach Gewichtung der Beschwerden heißt die Erkrankung dann Sommergrippe, Herpangina oder Hand-Mund-Fuß-Krankheit. In aller Regel gehen die Coxsackie-A-Infektionen von selbst nach 1–2 Wochen wieder vorbei.

Selten einmal führen Coxsackie-A-Viren zu schweren Erkrankungen, vor allem zu einer Hirnhautentzündung oder Gehirnentzündung. Ein naher Verwandter der Coxsackie-A-Viren, die Coxsackie-Viren der Gruppe B, können zudem Herzentzündungen auslösen. Die Coxsackie-Viren hinterlassen zwar eine Immunität, da diese Viren jedoch in vielen Variationen vorkommen, kann ein Kind mehrmals an den entsprechenden Krankheiten (etwa der Herpangina) erkranken.


Das macht der Arzt

 

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