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Akute Kehlkopfentzündung (akute Laryngitis)

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Montag, den 06. Oktober 2008 um 14:02 Uhr
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Akute Kehlkopfentzündung (akute Laryngitis)
Das Wichtigste aus der Medizin
Das macht der Arzt
So helfen Sie Ihrem Kind
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Bei der akuten Laryngitis (= akute Kehlkopfentzündung) hat sich, meist im Rahmen eines Virusinfektes der oberen Luftwege, der Kehlkopf mit entzündet. Sie betrifft vor allem Kinder ab dem Schulalter.

Im Kleinkindalter häufiger ist eine Sonderform der Laryngitis, der Pseudokrupp, der auf gesondert behandelt wird.

Leitbeschwerden

  • Heiserkeit bis hin zur Stimmlosigkeit (Aphonie)
  • Räusperzwang, trockener Reizhusten
  • Kratzen im Hals

Wann zum Arzt

Am nächsten Tag, wenn

  • Die Beschwerden nach 3–4 Tagen nicht besser werden.

Noch heute, wenn

  • Das Kind zusätzlich hohes Fieber bekommt.

Sofort, wenn

  • Das Kind nicht mehr richtig schlucken kann.
  • Atemprobleme auftauchen (bei älteren Kindern sehr selten).

Das Wichtigste aus der Medizin

Was sind die Ursachen einer Laryngitis?

Eine Laryngitis entsteht ganz überwiegend dadurch, dass sich ein Infekt der oberen Luftwege nach unten auf den Kehlkopf ausbreitet. Dabei handelt es sich am häufigsten um Virusinfekte; sehr selten sind Bakterien die Ursache einer akuten Laryngitis, die dann oft schwer verläuft (z. B. Diphtherie).

Manchmal entsteht eine Laryngitis durch zu starke Beanspruchung der Stimme, zu lautes und/oder zu langes Sprechen, Singen oder Schreien. Auch Allergien können sich durch eine Laryngitis zeigen. Bei Jugendlichen tritt Zigarettenrauch als Ursache hinzu.


Das macht der Arzt

Ist die Laryngitis durch Viren oder Überbeanspruchung der Stimme entstanden, so helfen keine Medikamente. Bei schweren, durch Bakterien ausgelösten Verläufen wird mit Antibiotika behandelt.


So helfen Sie Ihrem Kind

Bei der durch Viren bedingten Laryngitis helfen die bei der Halsentzündung beschriebenen Maßnahmen.

Am besten ist es, wenn das Kind seine Stimme schont, was es meist von selbst tut. Wie bei allen Virusinfekten der oberen Luftwege sollte die Raumluft feucht gehalten werden. Auch Inhalationen mit Salzlösungen und Gurgeln mit Salbeitee helfen. Das Kind sollte außerdem reichlich trinken und sich viel an der frischen Luft aufhalten (bei kaltem Wind soll es aber den Schal über Mund und Nase ziehen).

Aktualisiert ( Mittwoch, den 18. November 2009 um 16:39 Uhr )