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Medikamente geben - Hilfe für viele Fälle: die Hausapotheke

Geschrieben von: Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler
Mittwoch, den 03. Juni 2009 um 12:53 Uhr
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Hilfe für viele Fälle: die Hausapotheke

Es lohnt sich, einige wichtige Medikamente und Hilfsmittel im Haus vorrätig zu halten, damit Sie kleinere Notfälle selbst behandeln oder zumindest »anbehandeln« können. Unsere Empfehlung hierfür steht im Kasten auf der linken Seite.

Am besten richten Sie die Hausapotheke in einem kindersicheren Schränkchen oder Schrankfach ein – möglichst nicht im Badezimmer, dort ist es für Lagerzwecke meist zu feucht. Kontrollieren Sie die Hausapotheke regelmäßig, ob die Medikamente noch haltbar sind und füllen Sie die Hausapotheke rechtzeitig nach, bevor Ihr Vorrat ganz zur Neige geht.

Ausstattung der Hausapotheke

  • Pflaster in verschiedenen Größen
  • Heftpflaster (Rolle)
  • Schere
  • Sterile Kompressen
  • Verbandpäckchen und -klammern
  • Elastische Binden, Mullbinden
  • Dreiecktuch, Sicherheitsnadeln
  • Gut schließende Pinzette zur Splitter- und Zeckenentfernung, evtl. Zeckenzange
  • Wunddesinfektionsmittel (z. B. PVP-Jod)
  • Eingeschweißte Alkoholtupfer oder Fläschchen mit medizinischem Alkohol
  • Gel gegen Insektenstiche
  • Evtl. Kaltkompresse zur Kühlung bei ­Prellungen oder Verstauchungen
  • Sportsalbe für Prellungen und Verstauchungen (z. B. Arnika-Salbe oder
  • Kytta-Salbe)
  • Wund– und Heilsalbe (z. B. Calendula-Salbe oder Dexpanthenolsalbe)
  • Calendula–Essenz
  • Arnika–Essenz
  • Brechwurzsirup (Ipekakuanha–Saft)
  • Fieberthermometer
  • Vaseline oder andere Pflegecreme, um Thermometer zu »schmieren«
  • Schmerz- und Fiebermittel, z. B. Para­cetamol oder Ibuprofen als Saft oder Zäpfchen

Nicht übertreiben

Bei der Hausapotheke sollte die Betonung auf »Haus« und nicht auf »Apotheke« liegen – Sie können nun einmal nicht jeden Fall des Falles abdecken. Das gilt insbesondere für die »Erkältungsmittel« wie Hustensäfte, Nasentropfen, Schleimlöser und so weiter. Besonders Hustensäfte sind nicht lange lagerfähig – und zudem wird Husten nicht immer mit dem gleichen Medikament behandelt (wenn er überhaupt behandelt wird). Bis sich ein Husten so weit festsetzt, dass er behandelt werden muss, haben Sie genug Zeit, um sich in der Apotheke oder beim Arzt Rat zu holen.



Aktualisiert ( Montag, den 27. Februar 2012 um 16:50 Uhr )